CHEMIE ZUKUNFTSKONTO

AUF AUFFANGREGELUNG GEEINIGT

 IG BCE und Arbeitgeber haben eine Auffangregelung für das Chemie-Zukunftskonto vereinbart. Diese greift in den Betrieben, in denen sich Arbeitgeber und Betriebsrat nicht auf Verwendungszwecke einigen.

Mit dem Tarifabschluss hatten sich IG BCE und Arbeitgeber Ende 2019 auf die Einrichtung eines Zukunftsbetrags für die 580.000 Chemie-Beschäftigten geeinigt. Dieser Zukunftsbetrag wird über die Jahre 2020 bis 2022 gestaffelt eingeführt und hat ab 2022 dauerhaft einen Wert von 23 Prozent eines tariflichen Monatsentgelts. Acht unterschiedliche Zwecke können die Betriebe den Beschäftigten zur Verwendung ihres Zukunftsbetrages zur Wahl stellen. Diese Optionen reichen über freie Tage und Geld bis hin zur Altersvorsorge oder Langzeitkonten. Welche einzelnen Optionen im jeweiligen Unternehmen zur Verfügung stehen, wird in freiwilligen Betriebsvereinbarungen geregelt.

In 44 Prozent der Betriebe haben sich Arbeitgeber und Betriebsräte auf Verwendungszwecke geeinigt. In 90 Prozent dieser Einigungen haben die IG-BCE-Betriebsräte, zumindest in reduzierter Form und oft in harten Konflikten mit den Arbeitgebern, freie Tage ausgehandelt. In rund einem Drittel laufen die Verhandlungen noch. Dort werden Ergebnisse folgen. 

Für alle Betriebe ohne Einigung hat die IG BCE mit den Arbeitgebern nun eine Auffangregelung vereinbart. In dieser Auffangregelung wird der Zukunftsbetrag jeweils zur Hälfte in Freizeit und in Geld gewährt. Für das Jahr 2020 heißt das ein freier Tag und 4,6 Prozent eines tariflichen Monatsentgelts, in 2021 1,5 freie Tage und 6,9 Prozent eines tariflichen Monatsentgelts und ab 2022 2,5 freie Tage und 11,5 Prozent eines tariflichen Monatsentgelts.

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