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12.04.2019

Bezirk Mannheim

Funktionärskonferenz zum Thema Digitalisierung

Ziele: Vernetzung und Information deutlich ausbauen

Alle Welt spricht von Digitalisierung. Doch neben gewerkschaftlicher Lobbyarbeit braucht es auf Bezirksebene gut vernetzte Arbeitnehmervertreter, die die direkten Arbeitsplatz-Auswirkungen der vierten industriellen Revolution mitgestalten. „Genau deshalb luden wir zur Funktionärskonferenz“, blickt Frank Gottselig, Vorsitzender des Bezirks Mannheim, auf eine mit rund 60 Teilnehmern gut besuchte Tagung zurück.

Funktionärskonferenz

Auch die Landesbezirksleiterin Catharina Clay ist sich sicher, dass niemand - egal ob im privaten oder beruflichen Bereich - an dieser Entwicklung vorbei kommt. „Und die ist nicht zu Ende“, betont Steffen Seuthe, neu gewählter Bezirksleiter. „Wir möchten die Konferenz im betrieblichen Alltag fortsetzen“, so Seuthe, der künftig verstärkt zu Betriebsversammlungen laden will, um die Beschäftigten bei der Digitalisierung mitzunehmen. Wie es beispielsweise beim Hygienepapier-Hersteller Essity bereits der Fall ist. Betriebsrat und Arbeitgebervertreter stellten Best-Practice-Beispiele vor. Entscheidend dabei: Die Weiterqualifizierung der Belegschaft. „Wir schreiben derzeit massiv Stellen in den Berufsbildern Data Analyst, Data Engineer und Data Scientist aus“, so Essity-Geschäftsführer Thomas Wüst. „Um Arbeitsplatzabbau geht es dabei aber insgesamt nicht“, betont Betriebsratschef Frank Gottselig. Er legt Wert darauf, „dass die Digitalisierung dazu beiträgt, Arbeitsgeschwindigkeit und Arbeitsqualität zu verbessern.“ Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands, warnte denn auch die Arbeitgeber davor, Digitalisierung nur als Mittel zur Effizienzsteigerung und für Restrukturierungsmaßnahmen zu begreifen. Das sei der falsche Weg: „Toyota feuert die Roboter“, zitierte Grioli einen Zeitungsartikel und warb: „Klug sind die Unternehmen, die die Menschen mitnehmen.“

„Genau diese Sicht der Dinge werden wir in die Betriebsversammlungen tragen“, resümierte Seuthe. Parallel dazu legt der Bezirk derzeit eine Broschüre auf, um die Mitglieder vor Ort zu sensibilisieren.